Du möchtest in Japan mit dem Shinkansen fahren? Erfahre alles über Tickets, Strecken, Sitzplätze, Rail Pässe, Gepäck & Reisetipps für deine Fahrt mit dem Schnellzug.
Japan mit dem Shinkansen entdecken – Dein ultimativer Fahrguide

Wer durch Japan reisen will und seine Rundreise schon geplant hat, kommt an einer Sache kaum vorbei: dem Shinkansen (新幹線). Mit bis zu 320 km/h verbindet der Hochgeschwindigkeitszug, der auch als „Bullet Train“ bekannt ist, die wichtigsten Städte des Landes schnell, zuverlässig und komfortabel.
Es ist ein wahres Erlebnis mit dem Shinkansen zu fahren und ich finde so eine Fahrt mit dem Shinkansen zählt auch zur „Japan-To-Do-Liste“, meinst du nicht auch?
In diesem Artikel nehme ich dich mit in die Welt des Shinkansen und zeige dir, wie du Tickets bekommst, welche Strecken besonders beliebt sind, wie eine Fahrt abläuft und ob sich der Japan Rail Pass für dich lohnt. Also – bereit? Dann steigen wir ein! 😉
Inhaltsverzeichnis: Shinkansen fahren in Japan
- Was ist der Shinkansen?
- Die wichtigsten Shinkansen-Strecken im Überblick
- Shinkansen-Tickets kaufen – so funktioniert’s
- Sitzplatzreservierung im Shinkansen – brauchst du das wirklich?
- Shinkansen-Klassen: Welche Sitzklasse passt zu dir?
- Preise & Beispielverbindungen
- Lohnt sich der Japan Rail Pass?
- So läuft eine Fahrt mit dem Shinkansen ab
- Besondere Shinkansen-Züge
- Häufige Fragen zum Shinkansen (FAQ)
- Fazit: Shinkansen fahren ist ein Muss in Japan!
Was ist der Shinkansen?
Der Shinkansen ist Japans Hochgeschwindigkeitszug, der seit 1964 in Betrieb ist und von der Japan Railways (JR) betrieben wird. Übersetzt bedeutet „Shinkansen“ so viel wie „neue Stammstrecke“, aber im Alltag meint man damit die Super-Express-Züge, die auf speziellen Schnellfahrstrecken verkehren. Sie verbinden Städte wie Tokio, Kyoto, Osaka oder Hiroshima – und das so schnell und pünktlich wie kaum ein anderes Verkehrsmittel der Welt. Dank verschiedener Zugpässe kann der Shinkansen auch eine kostengünstige Möglichkeit sein durch Japan zu reisen, aber da kommen wir später nochmal drauf zu.
Hier sind ein paar Highlights rund um den Shinkansen:
- Durchschnittliche Verspätung pro Zug: unter 1 Minute
- Bis zu 320 km/h Höchstgeschwindigkeit
- Rund 420 Millionen Fahrgäste pro Jahr
- Kein einziger Todesfall durch Zugunglücke seit Inbetriebnahme
Die wichtigsten Shinkansen-Strecken im Überblick
Japans Shinkansen-Netz gehört zu den modernsten und zuverlässigsten der Welt. Es erstreckt sich über mehr als 2.700 Kilometer auf denen täglich Hunderte von Zügen unterwegs sind. Das Streckennetz verbindet die wichtigsten Städte auf den Hauptinseln Honshū, Kyūshū und Hokkaidō. So kannst du bequem und effizient durchs ganze Land reisen.
Das hier sind die bekanntesten Linien:
Tōkaidō Shinkansen (Tokio – Kyoto – Osaka)
- Die älteste und meistgenutzte Strecke
- Verbindungen alle paar Minuten
- Ideal für Städtereisende
Sanyō Shinkansen (Osaka – Hiroshima – Hakata/Fukuoka)
- Verlängerung der Tōkaidō-Linie
- Fährt auch nach Himeji (zur berühmten Burg)
Kyūshū Shinkansen (Hakata – Kagoshima)
- Südlichste Strecke auf der Insel Kyūshū
Tōhoku Shinkansen (Tokio – Sendai – Aomori)
- Richtung Norden, sehr schnelle Züge wie „Hayabusa“
Hokkaidō Shinkansen (Aomori – Hakodate)
- Verbindet die Hauptinsel mit Hokkaidō
- Fährt durch den Seikan-Tunnel unter dem Meer
Hokuriku Shinkansen (Tokio – Kanazawa)
- Perfekt, wenn du zum Beispiel Takayama, Shirakawa-gō oder Kanazawa besuchen möchtest
Shinkansen-Tickets kaufen – so funktioniert’s
Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Shinkansen-Ticket zu kaufen – ganz unkompliziert und auch ohne Japanischkenntnisse. Du kannst dein Ticket bequem im Voraus buchen oder ganz spontan vor der Abfahrt kaufen. Die meisten Verkaufsstellen und Automaten bieten eine englische Bedienoberfläche, und das Bahnpersonal ist in der Regel sehr hilfsbereit.
Folgende Möglichkeiten stehen dir zur Verfügung:
Direkt am Bahnhof
- „Midori no Madoguchi“: das grüne Ticketschalter-Fenster
- Auch Automaten mit englischer Sprache verfügbar
- Bezahlung mit Bargeld oder Kreditkarte möglich
Online
- JR East (für Ostjapan): https://www.eki-net.com
- SmartEX (für Westjapan): https://smart-ex.jp
- Auf GetYourGuide (s.unten)
💡 Mein Tipp:
Am besten kaufst du dein Shinkansen-Ticket spätestens einige Wochen im Voraus – besonders, wenn du während der Hauptreisezeiten unterwegs bist. In beliebten Zeiten wie zur Kirschblüte, während der Golden Week im Mai oder rund um Neujahr sind viele Züge schnell ausgebucht.
Beim Buchen kannst du auch oft spezielle Optionen wählen, wie etwa einen Sitzplatz mit zusätzlichem Stauraum für großes Gepäck oder einen Platz mit Aussicht auf den Fuji (je nach Strecke und Fahrtrichtung). So reist du nicht nur bequem, sondern bekommst auch noch ein kleines Extra-Erlebnis dazu. 😊
Sitzplatzreservierung im Shinkansen – brauchst du das wirklich?
Im Shinkansen gibt es zwei Sitzplatzarten: reservierte Plätze (jap.: Shiteiseki = 指定席) und nicht-reservierte Plätze (jap.: Jiyūseki = 自由席). Die Wagen sind entsprechend gekennzeichnet, meist sogar auf Englisch mit „Reserved“ und „Non-Reserved“.
Bei vielen Shinkansen kannst du dir aussuchen, ob du einen festen Sitzplatz buchen möchtest oder spontan ohne Reservierung einsteigst. Es gibt allerdings einige Ausnahmen: Zum Beispiel auf den Linien Tohoku Shinkansen, Hokkaidō Shinkansen und Hokuriku Shinkansen (Züge wie Hayabusa, Komachi oder Kagayaki) sind alle Sitzplätze reservierungspflichtig – das gilt auch für die luxuriösen Green Cars und die Gran Class.
Wenn du keinen Platz reservierst, kannst du dich einfach in einen der Waggons für nicht-reservierte Sitze setzen (sofern dort noch Plätze frei sind). In Stoßzeiten (wie zur Golden Week im Mai, Obon im August oder rund um Neujahr) ist das aber oft ein Risiko: Wer keinen Sitz bekommt, muss stehen – und das kann bei längeren Fahrten schon anstrengend werden.
Wann und wo reservieren?
Sitzplatzreservierungen sind ab einem Monat vor Abfahrt, jeweils ab 10 Uhr morgens, möglich. Du kannst sie ganz einfach:
- am Ticketschalter (Midori no Madoguchi)
- am Automaten in der Station (oft auf Englisch verfügbar)
- oder online machen (nur mit bestimmten Kreditkarten)
Tipp: Auch wenige Minuten vor der Abfahrt kannst du noch einen Platz reservieren – falls der Zug nicht voll ist. Die Reservierung kostet nur ein paar Hundert Yen extra, lohnt sich aber besonders für längere Fahrten oder Reisen mit Kindern.
Shinkansen-Klassen: Welche Sitzklasse passt zu dir?

Bei den meisten Shinkansen-Zügen hast du die Wahl zwischen verschiedenen Sitzklassen. Welche es gibt, zeige ich dir hier:
Ordinary Class (普通車)
Das ist die Standardklasse im Shinkansen.
- Bequeme Sitze mit ausreichend Beinfreiheit
- 3 Sitzplätze auf einer Seite, 2 auf der anderen (3+2-Anordnung)
- Ausreichend für die meisten Reisenden
- Günstigste Option
Green Car (グリーン車)
Die „erste Klasse“ des Shinkansen – ideal für längere Fahrten oder wer sich mehr Komfort wünscht.
- Geräumigere Sitze mit mehr Beinfreiheit
- 2+2-Sitz-Anordnung, ruhigeres Umfeld und weniger Fahrgäste
- Höherer Preis (ca. 30–50 % Aufpreis zur Ordinary Class)
Gran Class (グランクラス)
Die luxuriöseste Option (vergleichbar mit Business Class im Flugzeug).
- Großzügige, elektrisch verstellbare Ledersitze (2+1-Anordnung) mit sehr viel Beinfreiheit
- Inklusive Service mit westlichem Gericht oder Bento
- Nur in ausgewählten Shinkansen-Zügen verfügbar (Hokuriku- , Tōhoku- und Hokkaidō-Shinkansen)
- Deutlich teurer (mehr als doppelt so teuer als der Normalpreis)
Preise & Beispielverbindungen
Hier zeige ich dir einige Preisbeispiele für eine einfache Fahrt mit dem Shinkansen (Stand Juli 2025):
| Strecke | Dauer | Preis (nicht-reserviert ¥) | Preis (ca. in €) |
|---|---|---|---|
| Tokyo → Kyoto | ca. 2:15 h | ca. 13.320 ¥ | ca. 78,35 € |
| Tokyo → Osaka | ca. 2:30 h | ca. 14.000 ¥ | ca. 82,35 € |
| Tokyo → Hiroshima | ca. 4:00 h | ca. 18.000 ¥ | ca. 105,88 € |
| Tokyo → Kanazawa | ca. 2:30 h | ca. 14.000 ¥ | ca. 82,35 € |
Die Preise variieren je nach Sitzklasse (Ordinary, Green Car) und Zugtyp (Nozomi, Hikari, Kodama).
Lohnt sich der Japan Rail Pass?
Für viele Japanreisende ist der Japan Rail Pass* eine clevere Möglichkeit, bei einer Japan-Rundreise ordentlich Geld zu sparen. Der Pass gilt für nahezu alle Shinkansen-Züge – mit Ausnahme der besonders schnellen Varianten wie Nozomi und Mizuho, die nicht abgedeckt sind.
Es gibt verschiedene Varianten des Japan Rail Passes:
- 7 Tage: ca. 50.000 ¥ (ca. 285 €)
- 14 Tage: ca. 80.000 ¥ (ca. 455 €)
- 21 Tage: ca. 100.000 ¥ (ca. 570 €)
Der Rail Pass lohnt sich vor allem dann, wenn du mehrere längere Strecken innerhalb kurzer Zeit zurücklegst, zum Beispiel Tokio – Kyoto – Hiroshima – Tokio. Schon mit zwei oder drei solchen Fahrten hast du den Preis oft wieder raus.
Vorteile des Rail Passes:
- Du kannst so viel Zug fahren, wie du möchtest. Das bringt dir viel Flexibilität auf deiner Reise.
- Bei ausgedehnten Rundreisen lassen sich spürbar Kosten sparen, vor allem auf Langstrecken.
Nachteile des Rail Passes:
- Der Pass gilt nicht für Nozomi- und Mizuho-Züge (die schnellen Shinkansen-Züge). Du musst daher etwas mehr Zeit für die Reise einplanen.
- Er muss im Voraus gekauft werden, meist außerhalb Japans.
💡 Mein Tipp:
Rechne deine geplanten Strecken einmal durch und wenn du merkst, dass du nur kurze Distanzen fährst oder viel an einem Ort bleibst, lohnt sich der Pass vielleicht nicht. Für eine große Rundreise ist er aber fast immer eine gute Wahl.
➡️ Hier kannst du dir den Japan Rail Pass kaufen*
So läuft eine Fahrt mit dem Shinkansen ab

Eine Fahrt mit dem Shinkansen ist nicht nur schnell, sondern auch komfortabel und gut organisiert. Selbst wenn du zum ersten Mal in Japan bist, wirst du dich schnell zurechtfinden. Hier erkläre ich dir Schritt für Schritt, wie die Fahrt abläuft: vom Bahnsteig bis zur Ankunft deines Zielortes.
1. Am Bahnhof: Orientierung und Zugang zum Bahnsteig
In großen Bahnhöfen wie Tokio, Shin-Osaka oder Kyoto gibt es eigene Bereiche für die Shinkansen. Diese sind von den normalen Bahnsteigen für Nahverkehrszüge getrennt. Wenn du zum Beispiel mit der JR Yamanote-Linie anreist und in den Shinkansen umsteigen möchtest, musst du erst durch die normale Ticket-Schranke und anschließend durch ein zusätzliches Gate, das zum Shinkansen-Bereich führt.
Beide Bereiche sind klar ausgeschildert – halte einfach Ausschau nach den grünen oder blauen Schildern mit dem Shinkansen-Symbol und der Aufschrift „Shinkansen“ oder „Shinkansen Tracks“. Die Beschilderung ist fast überall zweisprachig (Japanisch und Englisch), sodass du dich gut orientieren kannst.
An den Shinkansen-Ticketschranken führst du dein Ticket (oder deine Tickets, falls du getrennte Nahverkehrs- und Shinkansen-Tickets hast) in den Automaten ein. Wichtig: Auf der anderen Seite wird dir dein Ticket wieder ausgegeben – vergiss nicht, es mitzunehmen! Wenn du den Japan Rail Pass* nutzt, gehst du einfach durch den Schalter mit Personal und zeigst dort deinen Pass vor.
Besonders in großen Bahnhöfen solltest du für den Umstieg ein paar Minuten extra einplanen, da der Weg zu den Shinkansen-Bahnsteigen etwas länger sein kann.
2. Am Gleis: Wagen finden und einsteigen

Sobald du durch die Shinkansen-Ticketschranken gegangen bist (und du dein Ticket hoffentlich in deinen Händen hältst😉), befindest du dich im gesonderten Bereich für die Shinkansen-Züge. Auf den großen Anzeigetafeln siehst du, wann dein Zug abfährt, auf welchem Gleis er ankommt und in welchem Wagen dein Sitzplatz ist (z. B. „Wagen 5, Platz 12A“).
Auf dem Bahnsteig selbst findest du Markierungen am Boden, die genau anzeigen, wo sich welcher Wagen einreihen wird. Diese Markierungen sind nummeriert – achte einfach auf die Nummer deines Wagens und stelle dich rechtzeitig an die entsprechende Stelle. In Japan ist es üblich, sich ordentlich in einer Reihe aufzustellen und nicht zu drängeln (s. DOs & DON’Ts in Japan – wichtige Benimmregeln für Reisende).
Kurz vor der Einfahrt wird der Zug durchgesagt, und ein paar Minuten vorher hält der Shinkansen millimetergenau vor den markierten Einstiegen. Die Türen öffnen sich automatisch. Warte bitte, bis alle ausgestiegen sind, bevor du einsteigst.
Der Shinkansen hält meist nur 1–2 Minuten – also dann zügig einsteigen!
3. Sitzplatz einnehmen
Im Zug zeigt dir die Beschilderung über den Türen sowie auf dem Ticket, wo genau dein Platz ist. Die Nummern findest du oberhalb der Sitze oder an den Fensterseiten (also fast so ein wenig wie im Flugzeug).
Die Sitzplätze im Shinkansen sind in der Regel in einer 3+2-Anordnung (A–E) angeordnet:
- A ist am Fenster auf der linken Seite (ideal für Fuji-Blick bei einer Fahrt von Tokio nach Kyoto),
- B und C daneben (Gangplatz C),
- D und E rechts (Gangplatz D, Fensterplatz E).
Hast du einen nicht-reservierten Sitz, suchst dir einfach einen freien Platz in einem der dafür vorgesehenen Wagen (in der Regel Wagen 1–3 bei vielen Shinkansen-Zügen). Falls alle Sitze belegt sind, musst du leider im Gang stehen. Daher bei längeren Fahrten unbedingt einen Sitz reservieren.
3.1 Und was ist mit dem Gepäck?
Seit 2020 gibt es neue Regeln für das Thema Gepäck und Shinkansen fahren (insbesondere bei großen Koffern). Hier ist das wichtigste im Überblick:
Handgepäck und normale Koffer:
Kleine bis mittelgroße Koffer (z. B. Handgepäck-Größe oder normales Reisegepäck) kannst du problemlos mit an deinen Platz nehmen (unter 160 cm Umfang). Sie passen entweder in die Gepäckablage über den Sitzen oder können vor dir abgestellt werden, solange der Platz nicht blockiert wird.
Großes Gepäck (über 160 cm in Summe):
Wenn dein Koffer besonders groß ist (z. B. 75–80 Liter oder größer), brauchst du für einige Shinkansen-Linien eine Reservierung für einen speziellen Sitzplatz mit Gepäckstellfläche. Diese Sitze befinden sich ganz am Ende des Wagens – dort gibt es extra Platz für große Koffer. Beim Ticketkauf musst du diese Option gezielt auswählen („Seat with oversized baggage area“). Die Reservierung ist kostenlos, aber verpflichtend.
Kein Platz in den Gängen:
Das Abstellen von Gepäck im Gang oder vor den Türen ist nicht erlaubt. Das Personal wird dich bitten, den Koffer umzuräumen.
4. Während der Fahrt
Hast du deinen Sitzplatz eingenommen und dein Gepäck ist auch sicher verstaut dann heißt es: Lehne dich zurück und genieße die wunderbare Fahrt und Aussicht (zum Beispiel auf den Fuji bei gutem Wetter).
Das erwartet dich an Bord:
- Sitzkomfort: Viel Beinfreiheit und vor jedem Platz gibt es einen Klapptisch, auf den du deinen Laptop oder dein Bento hinstellen kannst.
- Steckdosen: In neueren Zügen an jedem Sitzplatz (v. a. am Fenster)
- WLAN: Kostenlos in vielen Zügen (besonders auf der Tōkaidō-Linie)
- Toiletten: Sauber, geräumig und regelmäßig gereinigt, wie man es aus Japan kennt. 😉
- Bento & Snacks: In vielen Shinkansen kommt noch ein Wagenservice, der Snacks oder Getränke anbietet (gegen Gebühr). Ansonsten bringe deine eigenen Snacks mit doer kaufe dir ein sogenanntes Ekiben (駅弁). Das sind hübsch verpackte Bento-Boxen oft mit regionalen Spezialitäten, die du am Bahnhof kaufen kannst.
- Stillraum für Mütter: Wer mit Baby oder Kindern in Japan ist, wird sich über den Multizweckraum freuen. Im Multi-Purpose Room (jap.: = 多目的室) kannst du ungestört dein Baby stillen. Wickeltische gibt es in der Nähe der Toiletten sowie eine Umkleidekabine mit Waschbecken.

5. Ankunft & Ausstieg
Kurz vor der Ankunft informiert eine automatische Durchsage (auch auf Englisch) über den nächsten Halt. Die Anzeige über den Türen zeigt ebenfalls deutlich an, wo ihr euch befindet.
Sobald der Zug hält, öffnen sich die Türen automatisch. Die meisten Fahrgäste stehen bereits kurz vorher auf, um ihr Gepäck zu nehmen. Du wirst vielleicht überrascht sein, dass der Ausstieg dennoch geordnet und ruhig abläuft.
Wenn du aussteigst, halte am besten deine Fahrkarte bereit, denn du musst sie beim Verlassen des Shinkansen-Bereichs wieder durch die Ticket- Schranke schieben. Bei Reisenden mit dem Japan Rail Pass einfach den Schalter mit Personal passieren.
Besondere Shinkansen-Züge
Japan wäre nicht Japan ohne kreative Ideen, was auch das Zugdesign angeht, oder?
Schau mal hier was es für besondere Shinkansen gibt:
- Hello Kitty Shinkansen: Rosa Sitze, bunte Innenausstattung – fährt zwischen Osaka und Fukuoka
- Doctor Yellow: Wartungszug – bringt Glück, wenn du ihn siehst!
- Shinkalion: Anime-inspirierte Züge für Kinder
- Green Car / Gran Class: Erste Klasse mit noch mehr Komfort
Häufige Fragen zum Shinkansen (FAQ)
Kann ich mein Handy im Shinkansen benutzen?
Ja, aber bitte im „Silent Mode“ und keine Gespräche im Sitzbereich – dafür gibt es spezielle Telefonbereiche.
Wie früh sollte ich am Bahnhof sein?
Spätestens 15–20 Minuten vor Abfahrt. Die Züge sind pünktlich und fahren sekundengenau ab.
Was passiert, wenn ich den Shinkansen verpasse?
Wenn du ein Ticket für einen reservierten Sitz hast und den Zug verpasst, verfällt dieser Sitzplatz. In vielen Fällen kannst du aber mit dem gleichen Ticket am selben Tag noch einen Platz im nicht reservierten Bereich (jap.: jiyū-seki = 自由席) eines späteren Zuges nutzen (sofern verfügbar). Du kannst dabei nur Shinkansen der gleichen bzw. niedrigeren Kategorie nehmen. Der Shinkansen darf also nicht schneller oder teurer sein als der, für den dein Ticket ursprünglich ausgestellt wurde.
Das gilt allerdings nicht, wenn du einen Japan Rail Pass verwendest und einen bestimmten Zug reserviert hattest – hier musst du einfach eine neue Reservierung vornehmen (kostenlos). Wichtig: Nozomi- und Mizuho-Züge sind mit dem Rail Pass nicht nutzbar (auch bei Verspätung oder verpasstem Anschluss).
Brauche ich Japanischkenntnisse?
Nein! Vieles ist auf Englisch ausgeschildert, und das Personal ist sehr hilfsbereit.
Gibt es Kinderermäßigungen?
Ja! Kinder unter 6 Jahren fahren kostenlos, wenn sie keinen eigenen Sitz brauchen. Kinder von 6–11 Jahren zahlen die Hälfte.
Was gibt es bei Fahrten mit Kindern im Shinkansen zu beachten?
Für das Shinkansen fahren mit Kindern habe ich extra einen gesonderten Artikel geschrieben, speziell für Eltern. Schaue gleich hier: Shinkansen fahren mit Kindern – Tipps und Tricks für Eltern.
Kann man im Shinkansen auch umsteigen?
Ja, im Shinkansen kannst du auch problemlos umsteigen. Wenn du von Tokio nach Hokkaidō oder Kyūshū reist, musst du das sogar. Die Umsteigebahnhöfe sind gut ausgeschildert, und bei reservierten Tickets ist der Anschluss oft direkt mit eingeplant.
Kann ich bei der Shinkansen-Fahrt auch die Suica oder Pasmo IC-Karte benutzen?
Für Shinkansen-Fahrten kannst du die Suica oder Pasmo IC-Karten nicht direkt wie im Nahverkehr nutzen, also nicht einfach ans Lesegerät halten und einsteigen. Allerdings gibt es eine Ausnahme: Über spezielle Online-Dienste wie „SmartEX“ oder „Tokaido Sanyo Shinkansen App“ kannst du deine Suica/Pasmo mit einem Shinkansen-Ticket verknüpfen. In diesem Fall funktioniert der Zugang über die Schranken kontaktlos, aber nur auf bestimmten Strecken, z. B. Tōkaidō- und Sanyō-Shinkansen (Tokyo–Osaka–Hakata).
Fazit: Shinkansen fahren ist ein Muss in Japan!
Jetzt hast du schon so viel über das Shinkansen fahren in Japan gelernt! Ich bin mir sicher, dass du es nach all den Infos und Tipps kaum nach abwarten kannst mit dem Shinkansen zu fahren, oder? 😊
Ich wünsche dir auf jeden Fall noch eine großartige Fahrt mit dem Shinkansen und falls es noch Fragen rund um das Shinkansen fahren in Japan geht, dann schreib es mir gerne in die Kommentare!
👉 Du willst noch tiefer in einzelne Themen einsteigen? Dann wirf einen Blick in meine anderen Artikel – zum Beispiel Shinkansen fahren mit Kindern, zur besten Reiseroute oder die besten Apps für die Japanreise.
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Hi, ich bin Aylin!
Ich bin Japan-Bloggerin aus Leidenschaft und lebe mit meiner Familie im aufregenden Yokohama. Ich liebe es durch Japan zu reisen und das Land zu erkunden. Komm mit und lass uns Japan gemeinsam entdecken!




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